Oder: "Et kütt wie et kütt". Bereits auf den ersten Metern Kölner Bodens werden Sie am Kölner Flughafen
mit diesem und anderen Sprüchen empfangen, die an Lebensweisheit und lakonischem Witz nichts zu wünschen
übrig lassen. Und damit haben Sie bereits den Kern dieser Stadt erfasst. Eine lockere Lebenseinstellung
sagt man dem Kölner nach, Gelassenheit und Umtriebigkeit (wenn es denn sein muss), Frohsinn und Melancholie
zugleich.
Der Kölner ist eigen. Besuchern sei geraten, sich auf die Kölsche Lebensart einzulassen.
"Jo nee is klar" - Wenn Sie diese Bestätigung hören oder zum Beispiel als SMS auf ihrem
Nokia Smartphone
empfangen, können Sie sich darauf verlassen, dass Ihrem Gegenüber gar nichts klar ist. Aber das ist das
Spielchen, das ein Kölner gerne mit einem "Imi" (Neubürger) treibt. Hat nichts zu bedeuten. Der Neubürger
sollte nur darauf achten, einen
Notebook zu kaufen,
um auch mobil über Soziale Netzwerke neue Bekanntschaften zu knüpfen oder Freunde zu finden. Genauso wie
die schnell geschlossene, tiefe Freundschaft nach 5 Gläsern Kölsch an der Theke. Mag sein, dass dies der
Hauch Italiens ist, der an manchen Tagen über der Stadt liegt. Die Alten Römer hinterließen nicht nur bauliche
Spuren, sondern auch ihre Gene. Dafür gibt es heute
Kopierer.
Gemütvoll ist der Kölner. Kommt er von einer Reise zurück, sei sie kurz oder lang, und
kristallisiert sich die Silhouette des Kölner Doms aus dem Dunst, ist er zu Tränen gerührt.
Der Dom ist dem Kölner Flucht- und Orientierungspunkt in einer chaotischen Welt. Lange hat
man an ihm gebaut, und immer noch ist er nicht ganz fertig. Dass er den Krieg fast unbeschadet
überstand, kam den Kölnern wie ein erneutes Wunder vor, dass die Gebeine der Drei Heiligen Könige,
die der Domschatz birgt, vollbracht haben sollen. Die im Innern des gotischen Bauwerks herrschende
eigentümliche Stille steht in totalem Kontrast zum Treiben auf der Domplatte draußen, wo sich
Jung und Alt, Einheimische und Touristen im Dunstkreis der Souvenir- und Reibekuchenbuden in
friedlicher Koexistenz begegnen. Konträr zu diesem Bild, ist der Kölner dem Fortschritt nicht abgeneigt:
Weitere Informationen zum Kölner Dom werden einfach mit einem
Apple iPad abgerufen.
Feiern in Köln
Zum Feiern entschlossen ist er und ohne ein
Samsung Handy
würde das Ganze nur halb soviel Spaß machen. Der Karneval ist die Explosion des kölschen Drangs
nach Selbstdarstellung. Spektakel wie die "Kölner Lichter" oder "Rhein in Flammen" und Großevents
in der Lanxess-Arena, die mit einem Fassungsvermögen von 18.000 Zuschauern die größte ihrer Art
hierzulande ist, Musikfestivals, Pop-, Film- und Kunstmessen, Musicaluraufführungen, die
Langen Nächte der Museen, Literatur und des Zoos und eine reichhaltige Theaterszene von Klassik
bis Millowitsch weisen Köln als Stadt der Musen aus. Hier sind Privatsender, die Schwulenszene
und der Zirkus Roncalli zu Hause, und im ZAK wird man zum Artisten oder Clown ausgebildet.
Nightlife zwischen den romanischen Kirchen der Altstadt und des Friesenviertels ist urig-kölsch,
Szenegänger weichen in die Innen- und Südstadt aus. Der Kölner macht es sich aber auch gern mit
einem Bier gemütlich, dass er gut in seinem
Bosch Kühlschrank
kühlt.
Sehenswürdigkeiten in der Metropole
In allen Stadtvierteln boomen ausgeprägte Shoppingareale. Zudem gibt es auch Motorradhändler, die nicht nur
Suzuki Motorräder
verkaufen. Noch lieber stöbert der Kölner in kostenlosen Kleinanzeigen, um sich mit allem, was schräg
und schrill ist, zu versorgen. Aber auch süße Hunde wie
Chihuahuas
sind beliebt. Einer Stadt, die sich für ihren führenden Fußballverein seit 60 Jahren einen immer
wieder erneuerten, lebendigen Geißbock als Maskottchen leistet (zur Zeit ist es Hennes VIII.),
kann es gar nicht skurril und ausgefallen genug sein. Musikshops, Spezial-Buchläden für Kochbücher,
Kunstbände oder Cinéasten, Outlets, Secondhands und Antikes laufen gut. Im Rheinau-Hafen macht der
Trödelmarkt zwischen Hausrat, Schmuck und Computerkabel gute Geschäfte neben schicken Trendlokalen,
in der Weidengasse kauft man Orientalisches und isst persisch.Beim Einkaufen schwankt der Kölner
zwischen großzügig und pingelig. Kostenlose Kleinanzeigen sind randvoll mit Kuriosem und Nützlichen,
Wohnungsangeboten und Tauschbörsen.
Zuzügler erleben den Preisschock - besonders in den angesagten Szenevierteln Südstadt, Rheinauhafen
und Belgisches Viertel. Lindenthal, Rodenkirchen und Marienburg sind so richtig kostspielig, aber
Vororte wie Sürth, Lülsdorf, alles zwischen Köln und Bonn, angrenzende Kleinstädte wie Bergisch-Gladbach
und Brühl bieten gute Ausweichmöglichkeiten mit adäquater Infrastruktur.
Das Highlight ist eine Dampferfahrt auf dem nächtlichen Rhein, bei der die illuminierte Stadtsilhouette
vorüberzieht. Es lohnt sich diese Exkursion zu filmen und das Ganze Erlebnis dann auf dem
PC oder
Fernseher
anzuschauen. - "Also dann .. in diesem Sinne, ne .. iss klar .. weiß Bescheid, Tschööö!"
...weniger