Preis:40,95 EUR Festpreis
Standort:D-33602 Bielefeld
Uraufführung einer Choreografie von Gregor Zöllig<br><br>Im berühmten Höhlengleichnis legt der griechische Philosoph Platon dar, dass der Mensch mit seinen beschränkten Sinnen lediglich die Schatten der Dinge wahrnehmen kann, nicht aber die Dinge selbst. Somit leben wir nach Platons Überzeugung in einer Welt aus Abbildern, die für uns die Realität bedeuten. Im digitalen Zeitalter hat sich die Anzahl der Abbilder, von denen wir umgeben sind, ins Unendliche potenziert. Die unterschiedlichen Medien und Kommunikationshilfen unserer Zeit ermöglichen uns durch einen Mausklick, Abbilder von uns selbst zu produzieren und in Umlauf zu bringen.<br><br>So bleibt Platons Frage nach der Wahrheit, nach der Kern-Realität, die gleiche. Ist die Welt der Medien die, die uns eine neue Identität, Ruhm oder gar Glück verheißt? Oder ist es nur eine Schein- und Schattenwelt, die wir immer wieder aufs Neue produzieren? Andy Warhols Ausspruch von 1968, dass in Zukunft jeder für 15 Minuten berühmt sein würde, hat heute einen bitteren, fast zynischen Beigeschmack bekommen: Möglich ist die Berühmtheit eines jeden aber eben nur für eine sehr kurze Zeit, bevor sich unsere Aufmerksamkeit wieder anderen Dingen zuwendet.<br><br>Choreographie: Gregor Zöllig in Zusammenarbeit mit den Tänzern<br> Bühne und Kostüme: Hank Irwin Kittel <br> Mit Gianni Cuccaro, Anna Eriksson, Adrian Look, Dirk Kazmierczak, Tiago Manquinho, Kristin Mente, Wilson Mosquera Suarez, Brigitte Uray, Simon Wiersma, Elvira Zuñiga
Termine: Mi. 13.06.2012, Orte: BIELEFELD