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Immobilien bei Versteigerungen erwerben

Das eigene Häuschen oder die eigene Wohnung - für viele ein Traum, der sich nur schwer erfüllen lässt. Wenn du günstig neues Eigentum erwerben möchtest, solltest du dich jedoch einmal in der Rubrik Immobilien auf Quoka umsehen, denn hier werden immer wieder Hausversteigerungen in allen deutschen Städten angekündigt. Bei einer Versteigerung kannst du mit etwas Glück ein Haus oder eine Wohnung bis zu 30 Prozent günstiger erwerben, als deren Verkehrswert ist. Vor allem im Rahmen einer Zwangsversteigerung kannst du auf diese Weise Geld sparen. Allerdings solltest du dich auf eine Versteigerung gut vorbereiten und nicht die „Katze im Sack” kaufen. Immobilien mit erheblichen Mängeln können zu einer starken finanziellen Belastung werden.

Was ist eine Zwangsversteigerung?

Wenn ein Immobilienbesitzer Schulden hat, die er aus eigenen Geldmitteln nicht bezahlen kann, wird die Durchführung von Ansprüchen der Gläubiger in Deutschland von staatlicher Seite aus angeordnet. Unbewegliches Vermögen, wie Häuser, Wohnungen und Grundstücke können dann im Rahmen einer Zwangsversteigerung verwertet werden. In der Regel werden Zwangsversteigerungen von den örtlichen Amtsgerichten auf Antrag der Gläubiger durchgeführt. Einer Zwangsversteigerung liegt bereits seit dem Jahr 1897 das Zwangsversteigerungsgesetz (ZVG) zugrunde. Vor dem Versteigerungstermin legt das Gericht unter Einbeziehung von Sachverständigen oder Gutachten den Verkehrswert des Objektes fest, das versteigert werden soll. Danach können bis zu zwölf Monate vergehen, bis der Versteigerungstermin festgelegt wird. In der Zwischenzeit haben Schuldner und Gläubiger die Möglichkeit, die Zwangsversteigerung auf Antrag einstellen zu lassen. Steht der Termin fest, wird dieser der Öffentlichkeit durch Inserate, durch Veröffentlichungen auf Websites und im Amtsblatt bekannt gegeben. Die Immobilien-Versteigerungen sind öffentlich und jeder rechtsfähige Bürger darf mitbieten. Der Meistbietende erhält den Zuschlag und erwirbt damit die Immobilie.

Immobilien vor der Zwangsversteigerung besichtigen

Wenn du den Zuschlag erhältst, kannst du gegen den Voreigentümer, den Gutachter oder das Gericht keinen Gewährleistungsanspruch geltend machen. Daher ist es vor der Versteigerung sinnvoll, Kontakt zu dem betreuenden Rechtspfleger aufzunehmen und relevante Unterlagen einzusehen. Häufig ist es möglich, sich von der Gläubigerbank oder dem Amtsgericht ein detailliertes Exposé zuschicken zu lassen. Jedoch solltest du die Immobilie vor der Hausversteigerung in jeden Fall auch selbst besichtigen. Nur so wirst du die Lage, das Grundstück und den äußeren Zustand des Hauses richtig beurteilen können. Eine Innenbesichtigung ist häufig nicht möglich, wenn die bisherigen Besitzer die Immobilie noch bewohnen und einen Rechtsanspruch darauf gibt es nicht. Aus diesem Grund solltest du nach Möglichkeit Einsicht in das Verkehrswertgutachten und den Grundbuchauszug nehmen. Diese erhältst du vom Rechtspfleger. Das Verkehrswertgutachten enthält Informationen über den Zustand des Hauses und eventuelle Mängel. Im Grundbuchauszug sind Baulasten und Grundschulden verzeichnet. Achte darauf, dass der Stichtag des Verkehrswertgutachtens nicht zu lange zurückliegt, da der Zustand der Immobilie sich in der Zwischenzeit verändert haben kann.

Was passiert, wenn man den Zuschlag bei einer Zwangsversteigerung erhalten hat?

Wenn du den Zuschlag für dein Gebot erhalten hast, ist es mit der gebotenen Summe noch nicht getan, denn während des Versteigerungstermines wird nur der Betrag genannt, der tatsächlich gezahlt wird. Hinzu kommen in der Folge noch bestehende Grundstücksbelastungen, die der Meistbietende mit übernehmen muss. Nach der Beendigung des Gebotes werden in der Regel Sicherheitsleistungen verlangt, die in der Regel 10 Prozent des Verkehrswertes betragen. Wenn diese nicht erbracht werden können, weist das Gericht das Gebot zurück. Trotz erfolgreichen Gebotes können Gläubiger das Versteigerungsverfahren noch einstellen. Die abgegebenen Gebote werden damit unwirksam. Auch wenn das Meistgebot weniger als die Hälfte des Verkehrswertes beträgt, wird der Zuschlag nicht genehmigt. Wird der Zuschlag jedoch rechtskräftig erteilt, gehen alle wesentlichen Bestandteile des Versteigerungsgutes sowie auch Lasten und Pflichten auf den Meistbietenden über.
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